Von Lastenrädern und der SMART-Produktion

Die „Tour Mobilität“ führte die Verkehrsleute der grünen Bundestagsfraktion diesmal ins Saarland. Der Tag stand ganz im Zeichen der Elektromobilität auf zwei, drei und auf vier Rädern.

Velotaxi Saarbrücken

Los ging es auf drei Rädern. Wir wurden nämlich am Hauptbahnhof in Saarbrücken von zwei Velotaxis abgeholt. Das Taxiunternehmen kann bis zu zwei Fahrgäste mitnehmen; leichtes Gepäck inklusive. Das Werbeversprechen „Wir sorgen für gute Laune – Saarbrücken auf erfrischender Art erleben – sozial, nachhaltig und wirtschaftlich“ wurde zumindest in unserem Fall vollumfänglich eingehalten – wenn nicht gar überboten. Mit den Radtaxis ging es zu einer Diskussion mit dem Velotaxi-Chef und Alexander Roe, Bundesverband eMobilität/Landesvertretung Saarland. Zuvor probierten wir aber noch verschiedene Lastenräder aus.

 

smart

Weiter ging es dann über die Grenze ins französische Hambach. Dort hat Smart seit fast zwanzig Jahren ein Werk. Vor zwei Jahren wurde die Produktion modernisiert. Vom Band laufen täglich rund 420 der Kleinwagen. Jeder zehnte fährt elektrisch. In den kommenden Wochen wird die Produktion auf die vierte Generation umgestellt. Während der Herstellungsprozess deutlich ökologisiert wurde (Senkung von Wasser- und Energieverbrauch, Eigenerzeugung von Strom und Wärme mittels BHKW, Lackierung mit reduziertem Ressourceneinsatz), ist der technische Fortschritt am Auto offenbar stehengeblieben. Die Wagen mit Verbrennungsmotor werden in vierter Generation nicht weniger Sprit verbrauchen als die Vorgängermodelle, die dann sechs Jahre lang produziert wurden. Und auch bei den E-Autos ändert sich weder etwas bei der Reichweite noch beim Gewicht. Der Fortschritt erschöpft sich in der Verbesserung von Sicherheitsaspekten. Traurig! Bei den E-Fahrzeugen dürfte dies (auch) daran liegen, dass der Markt eine Nische geblieben ist. Mit dem, was die Bundesregierung plant, wird sich daran in Deutschland auch nichts ändern. Daher haben wir Grünen im Bundestag eine Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro beantragt. Finanziert werden soll die Prämie für besonders sparsame Fahrzeuge durch einen Malus auf Autos mit einem überdurchschnittlich hohen Verbrauch.

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