Vor Ort im Corona-Testzentrum

24.08.2020

Am Flughafen bis zu 2.800 Tests täglich

Ich habe das Coro­na-Test­zen­trum am Flug­ha­fen Stutt­gart, der in mei­nem Wahl­kreis liegt, besucht. Mei­ne Gesprächs­part­ner waren der Geschäfts­füh­rer der Fir­ma Cegat, die das Zen­trum und das Labor in Tübin­gen, in dem die Tests aus­ge­wer­tet wer­den, betreibt. Hin­zu kamen Ver­tre­ter der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung, die das Zen­trum beauf­tragt hat und der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft.

Im Zen­trum wer­den täg­lich bis zu 2.800 Tests von Rei­se­rück­keh­ren­den gemacht. Tes­ten las­sen müs­sen sich alle, die aus einem als Risi­ko­land ein­ge­stuf­ten Land zurück­kom­men. Ihnen ist aber frei­ge­stellt, ob sie sich bereits kurz vor dem Ver­las­sen des Urlaubs­lan­des oder auch eini­ge Tage nach der Rück­kehr tes­ten las­sen. Es kön­nen sich jedoch auch ande­re Per­so­nen kos­ten­los tes­ten las­sen, die von einer Rei­se – mit wel­chem Ver­kehrs­mit­tel auch immer – zurück­ge­kehrt sind. Das Test­zen­trum hat geöff­net von 6 bis 23 Uhr. Seit dem 13. August ist das Tübin­ger Bio­tech­un­ter­neh­men „Cegat“ für die Tests, deren Aus­wer­tun­gen und die Infor­ma­ti­on der Getes­te­ten über die Resul­ta­te zustän­dig. Die War­te­zeit bis zum Abstrich hat bis­her maxi­mal 1,5 Stun­den betra­gen. Nach ein bis (an Wochen­en­den) drei Tagen lie­gen die Ergeb­nis­se vor. Die­se kön­nen über eine App abge­ru­fen wer­den. Posi­tiv Getes­te­te wer­den außer­dem vom Labor per Tele­fon ver­stän­digt. Eine Infor­ma­ti­on geht dann auch ans jeweils zustän­di­ge Gesund­heits­amt.

Im Durch­schnitt wur­de bei bis­lang 1,6 Pro­zent der Getes­te­ten das Coro­na-Virus nach­ge­wie­sen. Rela­tiv gese­hen über­durch­schnitt­lich vie­le posi­tiv Getes­te­ten kamen aus dem Koso­vo (8,5 Pro­zent der aus dem Koso­vo Zurück­ge­kehr­ten hat­ten das Virus), Alba­ni­en (6,4%, aber gerin­ge abso­lu­te Zah­len), Kroa­ti­en (3,7%), Bul­ga­ri­en (2,5%) und Bos­ni­en (2,3%). Leicht über­durch­schnitt­lich posi­tiv getes­tet wur­den die Rück­keh­rer aus den USA, unter­durch­schnitt­lich aus der Tür­kei.

Aus Sicht der Gesprächs­part­ner gibt es bei der Infor­ma­ti­on der Betrof­fe­nen und der sta­tis­ti­schen Mel­dun­gen Ver­bes­se­rungs­be­dar­fe. Die­se habe ich an das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um des Lan­des sowie die Gesund­heits­ex­per­tin­nen mei­ner Frak­ti­on wei­ter­ge­lei­tet.

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