Wie sich der Diesel-Skandal in B‑W auswirkt

Verkehr Brüssel 1

12.05.2016, auf Grund­la­ge einer Pres­se­er­klä­rung

30.000 Autos im Land und über 4.000 in der Regi­on von Rück­ruf­ak­ti­on betrof­fen

Im Skan­dal um mas­si­ve Über­schrei­tun­gen von Stick­oxid-Grenz­wer­ten bei Die­sel­fahr­zeu­gen hat die Auto­mo­bil­in­dus­trie den Rück­ruf von bun­des­weit 630.000 Fahr­zeu­gen ange­kün­digt. Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el (Grü­ne) hat sich bei der Bun­des­re­gie­rung erkun­digt, wie vie­le Autos in Baden-Würt­tem­berg und in der Regi­on Stutt­gart in die Werk­stät­ten zurück­ge­ru­fen wer­den sol­len. Laut Aus­kunft des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums sind im Land knapp 30.000 und im Raum Stutt­gart 4.200 Kraft­fahr­zeu­ge betrof­fen. Die Auto­mo­bil­in­dus­trie legt Wert dar­auf zu beto­nen, dass es sich um eine frei­wil­li­ge Akti­on han­de­le. Ein Gut­ach­ten des Wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes des Bun­des­ta­ges sieht dies anders. Es kam zum Ergeb­nis, dass das Aus­maß des Ein­sat­zes der umstrit­te­nen Abschalt­ein­rich­tun­gen unzu­läs­sig ist. Die Abschalt­ein­rich­tun­gen sor­gen dafür, dass die Wir­kung der Abgas­be­hand­lung außer­halb eines bestimm­ten Tem­pe­ra­tur­fens­ters nach­lässt. Die Auto­bau­er behaup­ten, dies sei zum Schutz der Moto­ren not­wen­dig. Aller­dings wei­chen die Tem­pe­ra­tur­fens­ter bei­spiels­wei­se zwi­schen Dai­mer und BMW deut­lich von­ein­an­der ab. Aus Sicht des Fil­der­städ­ter Abge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el, der Mit­glied des Ver­kehrs­aus­schus­ses ist, muss die Poli­tik schnells­tens han­deln: „Es braucht kla­re Vor­ga­ben für die Ein­hal­tung der Grenz­wer­te, und das im Real­be­trieb auf der Stra­ße. Es geht um die Gesund­heit der Men­schen und die Lebens­qua­li­tät in den Metro­po­len. Und es geht dar­um, dass die deut­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie beschleu­nigt Fahr­zeu­ge ent­wi­ckelt und auf den Markt bringt, die auch auf den Märk­ten der Zukunft nach­ge­fragt wer­den“.

Bereits im Herbst des ver­gan­ge­nen Jah­res war – eben­falls auf eine Anfra­ge von Mat­thi­as Gast­el – bekannt gewor­den, dass lan­des­weit 350.000 Die­sel­fahr­zeu­ge des Volks­wa­gen-Kon­zerns wegen unzu­läs­si­ger Soft­ware zurück­ge­ru­fen wer­den müs­sen. Dies hat­te das Kraft­fahrt­bun­des­amt ange­ord­net. Betrof­fen sind dem­nach 86.500 Autos in der Regi­on Stutt­gart. Aus der Lan­des­haupt­stadt müs­sen etwa 19.000 Fahr­zeu­ge, aus dem Land­kreis Böb­lin­gen 14.000, aus dem Land­kreis Ess­lin­gen 17.000, aus dem Land­kreis Göp­pin­gen 9.000, aus dem Land­kreis Lud­wigs­burg 15.500 und aus dem Rems-Murr-Kreis 12.000 Fahr­zeu­ge in die Werk­stät­ten. Dies betrifft Autos der Mar­ken VW, Audi, Sko­da und Seat. Die­se Fahr­zeu­ge müs­sen auf Inter­ven­ti­on des Kraft­fahrt­bun­des­am­tes so umge­rüs­tet wer­den, dass sie die gel­ten­den Typ­ge­neh­mi­gungs­vor­schrif­ten erfül­len.

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