Wo die „beste Brezel des Landkreises“ herkommt

Die „Stutt­gar­ter Zei­tung“ war der Mei­nung, dass die Fra­ge, wel­cher Bäcker im Kreis Ess­lin­gen die bes­te Bre­zel backt, die schwä­bi­schen Gemü­ter bewegt. Also wur­de eine Umfra­ge durch­ge­führt. Mehr als 4.000 Per­so­nen haben dar­an teil­ge­nom­men.  Das geschlun­ge­ne Lau­gen­ge­bäck schmeckt dem­nach aus der Bäcke­rei „Gäss­les­bäck“ in Wolf­schlu­gen am bes­ten. Ich habe das Unter­neh­men besucht und mit dem Chef gespro­chen.

Die Bäcke­rei, die in vier­ter Gene­ra­ti­on geführt wird, befin­det sich an kei­nem zen­tra­len Ort, son­dern abseits der Haupt­stra­ße. Zufäl­lig kommt man dort nicht vor­bei. Eine Bäcke­rei, die unter die­sen Stand­ort­be­din­gun­gen wirt­schaft­lich bestehen kön­nen muss, braucht eine treue Kund­schaft. Bevor ich den Bäcke­rei­chef nach sei­nem Rezept frag­te, ver­such­te ich mich erst selbst am Schlin­gen des Bre­zel­teigs. Ver­mut­lich wären mei­ne Bre­zeln unver­käuf­lich gewe­sen, jeden­falls sahen sie nicht preis­ver­däch­tig aus. Was macht nun eine gute Bre­zel aus? Es lie­ge an der Rezep­tur und ander Zube­rei­tung. Man müs­se dem Teig Zeit las­sen und sol­le ihn am Geschmack und der Kon­sis­tenz des spä­te­ren Gebäcks aus­rich­ten, nicht dar­an, dass er für eine Maschi­ne geeig­net ist. Beim „Gäss­les­bäck“ wird von Hand geschlun­gen.

Die Bäcke­rei ist fami­li­en­ge­führt und hat kei­ne Filia­len. Ver­kauft wird im eige­nen Laden und über vier Ede­ka-Märk­te sowie an eini­ge Metz­ge­rei­en und Restau­rants. Das Geschäft lau­fe gut. Die Stamm­kund­schaft schät­ze die hand­werk­li­che Qua­li­tät.

Wir spra­chen auch über Per­so­nal­fra­gen. 17 Köp­fe arbei­ten ins­ge­samt in der Back­stu­be und im Ver­kauf. Momen­tan sei­en, mit Aus­nah­me der Aus­bil­dungs­plät­ze, alle Stel­len besetzt.