Beispiele für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

2015_gastel_broschuere_laendl_mobilitaet_titel18.02.2015

Mobi­li­tät ändert sich. Am deut­lichs­ten ist dies in den Bal­lungs­räu­men zu spü­ren, wo der öffent­li­che Nah­ver­kehr und das Fahr­rad seit Jah­ren zule­gen. Doch auch das Mobi­li­täts­ver­hal­ten auf dem Land ändert sich. Zwar wird das Auto ins­be­son­de­re in dün­ner besie­del­ten Regio­nen eine der tra­gen­den Säu­len der Mobi­li­tät blei­ben. Aber es wird sich auch dort ver­än­dern (müs­sen). Es wird spar­sa­mer im Res­sour­cen­ver­brauch, alter­na­ti­ve Antrie­be wie die Elek­tro­mo­bi­li­tät wer­den sich ver­brei­ten und es wird häu­fi­ger ein Fahr­zeug gemein­sam genutzt wer­den. Die jahr­zehn­te­lan­ge Gleich­set­zung von Mobi­li­tät mit Auto­mo­bi­li­tät wird sich in urba­nen wie in dün­ner besie­del­ten Regio­nen Schritt für Schritt auf­he­ben. Für die jün­ge­re Genera­ti­on ver­liert das Auto als Sta­tus­sym­bol zuneh­mend an Bedeu­tung. Der Füh­rer­schein wird spä­ter oder über­haupt nicht erwor­ben. Mehr und mehr wird mit dem Fahr­rad und – wo neue, fahr­gast­ge­rech­te Betriebs­mo­del­le umge­setzt wer­den – mit dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr gefah­ren. Mobi­li­tät bleibt wich­tig. Die Ver­kehrs­mit­tel­wahl erfolgt jedoch zuneh­mend prag­ma­ti­scher und ver­schie­de­ne Ver­kehrs­mit­tel wer­den mit­ein­an­der kom­bi­niert. Ange­sichts des hohen Hand­lungs­drucks auf den Ver­kehrs­be­reich reicht es nicht aus, die­sen Trend sich selbst zu über­las­sen. Wir Grü­nen wol­len die von uns ein­ge­lei­te­te Ener­gie­wen­de end­lich durch eine Ver­kehrs­wen­de ergän­zen. Ohne eine Ver­kehrs­wen­de wird Mobi­li­tät, die auch eine Fra­ge sozia­ler Teil­ha­be dar­stellt, immer weni­ger für alle Men­schen mög­lich sein. Die Ver­kehrs­wen­de setzt auf einen ver­ant­wor­tungs­vol­le­ren Umgang mit end­li­chen Res­sour­cen und auf eine spür­ba­re Ver­rin­ge­rung von Treib­haus­ga­sen. Die­se Zie­le las­sen sich nur mit einer schritt­wei­sen Durch­set­zung von spar­sa­me­ren Autos und höhe­re Ver­kehrs­an­tei­len von Bus­sen und Bah­nen sowie dem Fahr­rad umset­zen. Auch im länd­li­chen Raum sind für vie­le Men­schen Alter­na­ti­ven zum Auto mög­lich. Eini­ge nach­ah­mens­wer­te Bei­spie­le habe ich gesam­melt und stel­le sie in einer Bro­schü­re dar. Die­se rei­chen vom Ring­zug im Schwarz­wald über einen Lie­fer­ser­vice für Lebens­mit­tel und ver­schie­de­ne Bür­ger­bus­mo­del­le bis hin zum muti­gen betrieb­li­chen Mobi­li­täts­kon­zept eines Her­stel­lers von Out­door-Beklei­dung in Ober­schwa­ben. Ich freue mich, wenn das eine oder ande­re der hier dar­ge­stell­ten Bei­spie­le eines nach­hal­ti­gen Mobi­li­täts­an­ge­bo­tes als Inspi­ra­ti­on dient und auch andern­orts umge­setzt wird.

Hier geht’s zur Bro­schü­re (Lang­fas­sung): Land­ver­kehr Bro­schü­re Lang­fas­sung

Hier geht’s zur Bro­schü­re (kann als Print­ex­em­plar bestellt wer­den): Länd­li­che Mobi­li­tät Bro­schü­re

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Kommentare zu “Beispiele für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

  1. G. Moser Reply

    Hal­lo,
    Ich woh­ne im länd­li­chen Raum. Für alle Jugend­li­chen hier ist der Füh­rer­schein mit 17 / 18 Jah­ren und der Erwerb eines fahr­ba­ren Unter­sat­zes ein Muss ! Anders gehts hier nicht und wird sich auch in abseh­ba­rer Zeit nicht ändern. Also rea­lis­tisch blei­ben.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Georg Moser

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Moser,
      auch im länd­li­chen Bereich machen weni­ger jun­ge Men­schen den Füh­rer­schein. Das ist Fakt. Also alles rea­lis­tisch. Schau­en Sie sich die Sta­tis­ti­ken an, spre­chen Sie mit Fahr­schu­len. Dass vie­le den FS dann spä­ter doch noch machen wird nicht bestrit­ten.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  2. Wolfgang Lechleitner Reply

    Sehr geehr­ter Herr Moser,
    ab 17 / 18 Jah­ren sind also im länd­li­chen Raum Füh­rer­schein und Auto ein Muss. Und vor­her? Wer­den 16-Jäh­ri­ge im länd­li­chen Raum über­all von den Eltern hin­ge­fah­ren und wie­der abge­holt? Da bin ich aber froh, dass ich nicht im länd­li­chen Raum auf­wach­sen muss­te.

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