Besuch bei Heizungsbau Elsässer

Foto mit einem Teil des Elsäs­ser-Teams und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern (Peter Erler aus Wal­den­buch und Ste­fan Hau­ser aus Stei­nen­bronn, von rechts).

06.05.2023

Plädoyer für die Wärmepumpe

Das im Jahr 1976 gegrün­de­te Hei­zungs­bau-Hand­werks­un­ter­neh­men Elsäs­ser mit Sitz in Stei­nen­bronn hat­te sich wegen der aktu­el­len Hei­zungs­de­bat­te an mich gewandt. Wir haben gleich einen Besuchs­ter­min ver­ein­bart. In Beglei­tung zwei­er Kom­mu­nal­po­li­ti­ker sprach ich mit dem Seni­or­chef und sei­nen Töch­tern (eine davon Geschäfts­füh­re­rin), einem wei­te­ren Geschäfts­füh­rer und einem der Tech­ni­ker.

Für das Fami­li­en­un­ter­neh­men arbei­ten 10 Mon­teu­re „drau­ßen bei den Kun­den“ plus fünf Azu­bis. Ins­be­son­de­re für den Kun­den­dienst könn­ten locker drei wei­te­re Leu­te gebraucht wer­den, wird mir berich­tet. Die­se sei­en auf dem Arbeits­markt aber nicht zu fin­den. Die Kund­schaft fin­det sich im Schön­buch, in Böb­lin­gen, in Stutt­gart und auf den Fil­dern. Auf der Home­page des Unter­neh­mens ist zum The­ma „Wär­me­pum­pe“ fol­gen­de Infor­ma­ti­on ent­hal­ten: „Ins­ge­samt bie­ten Wär­me­pum­pen-Hei­zun­gen ohne Öl oder Gas aller­höchs­ten Wär­me- und Warm­was­ser­kom­fort bei gerin­gen Betriebs­kos­ten. Sie sind ein akti­ver Bei­trag zum Kli­ma­schutz und ermög­li­chen es auch zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen, in einer intak­ten Umwelt zu leben.“ Die­se Posi­ti­on der „Wär­me­pum­pen­fans“ wur­de auch in den Gesprä­chen und beim Rund­gang durchs Lager deut­lich: Die Band­brei­te an Ein­satz­mög­lich­kei­ten für die Wär­me­pum­pe stei­ge mit deren Wei­ter­ent­wick­lung und den gesam­mel­ten Erfah­run­gen damit. In 75 Pro­zent der Gebäu­de sei­en dafür kei­ne zusätz­li­che Däm­mung oder Fuß­bo­den­hei­zun­gen erfor­der­lich. Abzu­ra­ten sei in den Fäl­len, in denen kein oder kein geeig­ne­ter Platz (Abstand zu Nach­bar­grund­stü­cken) für die Außen­ein­heit der Wär­me­pum­pe gebe, wenn im Kel­ler kein Platz für den Puf­fer vor­han­den sei oder in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern kei­ne Eini­gung zwi­schen den Eigen­tü­mern zu erzie­len sei. Bei Eta­gen­hei­zun­gen sei eine Ver­stän­di­gung auf eine Zen­tral­hei­zung sinn­voll. Ide­al sei eine Kom­bi­na­ti­on mit Pho­to­vol­ta­ik. Dann kön­ne tags­über das war­me Was­ser zu nied­ri­gen Kos­ten erzeugt wer­den, das dann für den erhöh­ten Bedarf in den Tages­rand­la­gen in den Spei­chern gepuf­fert wer­den kön­ne. Lei­der stel­le man der­zeit fest, dass nicht weni­ge Kun­din­nen und Kun­den sich schnell vor Jah­res­wech­sel eine neue Öl- oder Gas­hei­zung ein­bau­en lie­ßen. Die Kund­schaft wür­de so gut wie nicht nach Betriebs­kos­ten fra­gen. Viel­mehr wer­de ein­sei­tig auf die Inves­ti­ti­ons­kos­ten geschaut.

An die Poli­tik wur­den eini­ge Wün­sche wie die not­wen­di­ge Pla­nungs­si­cher­heit mit­ge­ge­ben.