Bund rückt noch weiter von Gäubahnausbau ab

Lindau 2

Wird die Gäu­bahn vom Bund aufs Abstell­gleis ver­scho­ben? Wann geht es end­lich wei­ter, wann geht es los mit dem Aus­bau der Gäu­bahn?

 

PRESSEMITTEILUNG

Ber­lin, 31.05.2016

Gäubahn – Bund rückt noch weiter von Gäubahnausbau ab

Die Bun­des­re­gie­rung sieht gegen­über der Schweiz kei­ne Ver­pflich­tung, die Gäu­bahn in einem bestimm­ten Zeit­raum aus­zu­bau­en. Der Ver­trag von Luga­no aus dem Jahr 1996, in dem sich Deutsch­land gegen­über dem Nach­bar­land ver­pflich­tet hat, die Rei­se­zeit zwi­schen Stutt­gart und Zürich auf 2 Stun­den 15 Minu­ten zu ver­kür­zen, ent­hal­te kei­ne ver­pflich­ten­den Jah­res­an­ga­ben. Dies teil­te das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um dem Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el (Grü­ne) auf eine Bun­des­tags­an­fra­ge mit. „Die Bun­des­re­gie­rung rückt Stück für Stück vom drin­gen­den Aus­bau der Gäu­bahn ab“, beklagt der Abge­ord­ne­te, der dem Bun­des­tags-Ver­kehrs­aus­schuss ange­hört und sich schon mehr­fach für ver­bes­ser­te Ange­bo­te auf der Gäu­bahn­stre­cke stark gemacht hat. Zuletzt hat­te er dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass die neu­en Inter­ci­ty-Züge der Deut­schen Bahn wegen ihrer feh­len­den Schweiz-Zulas­sung in Sin­gen enden wer­den.

„Erst setzt Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Dob­rindt den Aus­bau der Stre­cke im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan in eine Sankt-Nim­mer­leins-War­te­schlei­fe, anstatt die Gäu­bahn in den Vor­dring­li­chen Bedarf ein­zu­stu­fen, wo sie fach­lich hin­ge­hört. Jetzt erklärt das Dob­rindt-Minis­te­ri­um den Ver­trag von Luga­no fak­tisch für wir­kungs­los“, bewer­tet Mat­thi­as Gast­el die Ant­wor­ten aus dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um.

Aus Sicht des Abge­ord­ne­ten hilft jetzt nur noch mas­si­ver Druck von der Lan­des­re­gie­rung, Land­tags- und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten, den Kom­mu­nen und der Bür­ger­schaft. „Wir müs­sen die Bun­des­re­gie­rung zu zwei­er­lei drän­gen: Ers­tens, dass der Aus­bau der Gäu­bahn auf mehr zwei­glei­si­ge Abschnit­te in den Vor­dring­li­chen Bedarf des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans kommt. Das reicht aber noch nicht, weil der Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan schon jetzt mas­siv unter­fi­nan­ziert ist. Daher mei­ne zwei­te For­de­rung, dass der Bund sich ver­bind­lich ver­pflich­tet, den Aus­bau spä­tes­tens ab dem Jahr 2018 zu finan­zie­ren. Andern­falls wird die Regi­on noch sehr lan­ge mit unat­trak­ti­ven Fahrt­zei­ten leben müs­sen. Das wäre völ­lig inak­zep­ta­bel.“

 

Hier die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf die Klei­ne Anfra­ge 18/8474 des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el (Grü­ne) und wei­te­rer Abge­ord­ne­ter der Frak­ti­on BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: KA BVWP Schie­nen­we­ge Süd­deutsch­land

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