E‑CarSharing im ländlichen Raum

01.09.2021

Pläne für Lenningen

Autos ste­hen durch­schnitt­lich 23 Stun­den am Tag her­um und bin­den Flä­chen und wert­vol­le Roh­stof­fe. Ein Aus­weg – neben der Stär­kung von Bus, Bahn und dem Fahr­rad – ist das Car­Sha­ring. Ein gemein­schaft­lich genutz­tes Fahr­zeug kann, je nach Ange­bots­kon­zept, rund 7 bis 12 pri­va­te erset­zen. Doch funk­tio­niert das auch in klei­ne­ren Orten am Ran­de oder abseits der Bal­lungs­räu­me – und dann auch noch mit bat­te­rie­elek­tri­schen Autos?

Wir tra­fen uns vor Ort in Len­nin­gen-Unter­l­en­nin­gen, gele­gen im Len­nin­ger Tal zwi­schen Kirch­heim unter Teck und dem Alb­trauf. Gekom­men war der Geschäfts­füh­rer des Alb­werks mit Sitz in Geislingen/Steige, Tho­mas Peter Mül­ler, mit einem Car­Sha­ring-Fahr­zeug des Typs VW ID.3. Das Alb­werk erzeugt erneu­er­ba­re Ener­gie für die Regi­on und bie­tet in Zusam­men­ar­beit mit dem Unter­neh­men „Deer GmbH“ aus Calw Car­Sha­ring an. In Kuchen und Deggin­gen, bei­de Ort lie­gen im Land­kreis Göp­pin­gen und haben jeweils etwa 5.500 Einwohner*innen, wird bereits elek­tri­sches Car­Sha­ring in klei­ne­ren Orten ange­bo­ten. In Len­nin­gen (7.000 Einwohner*innen in sie­ben Orts­tei­len) steht die­ses eben­falls zur Dis­kus­si­on, daher der Lokal­ter­min am Rat­haus. Eine Lade­säu­le mit zwei Lade­punk­ten ist dort bereits vor­han­den. Zunächst wur­den die Vor­tei­le des Car­Sha­rings erör­tert: Weni­ger Fahr­zeu­ge meist durch Ver­zicht auf einen Zweit­wa­gen, Zugriff auf ein Fahr­zeug der geeig­ne­ten Grö­ße für den jewei­li­gen Zweck der Fahrt, Ver­mei­dung von Auto­fahr­ten durch Nut­zung des Leih­fahr­zeugs dann, wenn Bus, Bahn oder Fahr­rad aus­schei­den. CarSharing-Nutzer*innen sind über­durch­schnitt­lich häu­fig mit den Alter­na­ti­ven zum Auto unter­wegs und set­zen das Auto ziel­ge­rich­te­ter dann ein, wenn es sich kaum ver­mei­den lässt. Der Ver­tre­ter des Alb­werks erläu­ter­te, wie wich­tig der Stand­ort für das Car­Sha­ring ist: Das Fahr­zeug bzw. die Fahr­zeu­ge soll­ten mög­lichst zen­tral ste­hen. Der Ort soll­te mög­lichst gut zu Fuß und mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln erreich­bar sein. Sehr aus­gie­big spra­chen wir auch über die Roh­stoff­the­ma­tik der Autos all­ge­mein und der E‑Autos im Spe­zi­el­len. Sie­he hier­zu bspw. https://www.matthias-gastel.de/mobilitaet-der-zukunft-muss-emissionsarm-und-ressourcensparend-sein/

Hin­ter­grund: „Deer“, Anfang 2019 gegrün­de­te Toch­ter­ge­sell­schaft der Ener­gie Calw GmbH (ENCW), ver­fügt bereits über eine Flot­te von 300 Fahr­zeu­gen fürs E‑CarSharing. Die Fahr­zeu­ge kön­nen an jeder der fes­ten Stand­or­te abge­ge­ben wer­den, wodurch „One-way-Fahr­ten“ mög­lich wer­den. Das Unter­neh­men arbei­tet eng mit Kom­mu­nen zusam­men. Schwer­punkt ist im Nord­schwarz­wald. Ein Stand­ort befin­det sich am Lan­des­flug­ha­fen Stuttgart.

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