Erinnerungen an Tschernobyl

26.04.2023

Der Atomausstieg ist endlich Fakt

Heu­te jährt sich die Reak­tor­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl zum 37. Mal. Ich erin­ne­re mich, wie der Sand auf den Spiel­plät­zen aus­ge­tauscht und Frei­land­ge­mü­se unter­ge­pflügt wur­de. Mich als damals 15-jäh­ri­gen Schü­ler hat das Atom­un­glück stark poli­ti­siert. Damals hieß es oft: Die sowje­ti­schen Atom­raft­wer­ke mögen ein Sicher­heits­ri­si­ko sein, aber unse­re west­li­chen Reak­to­ren sind sicher. Das war damals schon bekannt­lich falsch. Es hat­te emp­find­li­che Stör­fäl­le gege­ben (Har­ris­burg in den USA) und sogar bei uns wur­den unglaub­li­che Schlam­pe­rei­en bekannt. So war der „Schrott­re­ak­tor“ in Obrig­heim ohne Betriebs­er­laub­nis am Netz und muss­te auf­grund eines Gerichts­be­schlus­ses still­ge­legt wer­den. Fuku­shi­ma schließ­lich beleg­te auf dra­ma­ti­sche Wei­se, dass auch von ver­meint­lich „siche­ren“ Atom­kraft­wer­ken unver­ant­wort­li­che Risi­ken aus­ge­hen. Ein End­la­ger gab und gibt es bis heu­te nicht. Daher war und ist der Atom­aus­stieg nur fol­ge­rich­tig.

Welt­weit sinkt die Bedeu­tung der Atom­ener­gie, weil alte Kraft­wer­ke schnel­ler vom Netz gehen als neue gebaut wer­den und zudem die Erneu­er­ba­ren zule­gen. Das wün­sche ich mir heu­te, am Tscher­no­byl-Jah­res­tag, ganz beson­ders: Dass über­all viel kon­se­quen­ter auf Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­ba­re Ener­gien gesetzt wird.

Hier wei­ter­ge­hen­de Infos über den Atom­aus­stieg: https://www.matthias-gastel.de/der-atomausstieg-kommt/