Für leistungsfähigere Bahnstrecke Tübingen – Stuttgart

17.05.2021

DB kündigt einige wenige Maßnahmen an

Gemein­sam mit zwei Frak­ti­ons­kol­le­gin­nen[1] hat­te ich zu einem Fach­ge­spräch über die Bahn­stre­cke Tübin­gen –Stutt­gart ein­ge­la­den. Mit Fach­leu­ten für Infra­struk­tur und Betrieb hat­ten wir dar­über gespro­chen, wie die Züge pünkt­li­cher und ver­läss­li­cher wer­den kön­nen. Bei die­sem Fach­ge­spräch wur­de deut­lich, dass es Hand­lungs­be­dar­fe an der Infra­struk­tur gibt. Wir hat­ten dar­auf­hin einen Brief an die Deut­sche Bahn sowie das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um geschrie­ben. Die­se haben nun geantwortet.

In dem Brief hat­ten wir den Ein­bau zusätz­li­cher Über­leit­ver­bin­dun­gen und Block­si­gna­le sowie die Erhö­hung der Stre­cken­ge­schwin­dig­keit auf ein­zel­nen Abschnit­ten gefor­dert. Für den Bahn­kno­ten Plochin­gen, in dem zwei Bahn­stre­cken zusam­men lau­fen, hat­ten wir gleich meh­re­re Maß­nah­men gefor­dert, um die Anzahl und das Aus­maß der Kon­flik­te zu ver­rin­gern. Die weit­ge­hend iden­ti­schen Ant­wor­ten von Deut­scher Bahn und aus dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um lie­gen inzwi­schen vor. Die Ant­wor­ten kön­nen aus Sicht von Mat­thi­as Gast­el bei den Fahr­gäs­ten „nur ein biss­chen Hoff­nung auf­kom­men las­sen“. So wird eine Über­leit­ver­bin­dung auf dem 13,4 Kilo­me­ter lan­gen Abschnitt zwi­schen Tübin­gen und Reut­lin­gen abge­lehnt. Hin­ge­gen wer­den zusätz­li­che Block­si­gna­le bei Bem­pflin­gen vor­ge­se­hen, „um die Zug­fol­ge zu ver­bes­sern“. Dies ent­spricht zumin­dest teil­wei­se dem, was von den Grü­nen-Abge­ord­ne­ten gefor­dert wor­den war. Wei­te­re infra­struk­tu­rel­le Maß­nah­men wer­den der­zeit durch das Land unter­sucht. Dazu gehö­ren die Erhö­hung der Geschwin­dig­keit und zusätz­li­che Wei­chen­ver­bin­dun­gen in Plochin­gen „zur Erhö­hung der betrieb­li­chen Fle­xi­bi­li­tät“. Ein biss­chen Bewe­gung sehen die drei Abge­ord­ne­ten. Für einen zuver­läs­si­gen Bahn­ver­kehr und die geplan­ten wei­te­ren Ange­bots­aus­wei­tun­gen müs­se jedoch mehr gesche­hen, wie Ver­kehrs­po­li­ti­ker Mat­thi­as Gast­el betont: „Die Stre­cke ist stark aus­ge­las­tet. Zukünf­tig sol­len noch mehr Züge fah­ren. Dafür brau­chen wir eine leis­tungs­fä­hi­ge­re Infra­struk­tur. Lei­der müs­sen wir ein­mal mehr fest­stel­len, dass sich Deut­sche Bahn und Bund schwer damit tun, die Poten­tia­le eher klei­ne­rer bau­li­cher Maß­nah­men für die Sta­bi­li­sie­rung des Bahn­ver­kehrs zu erken­nen und ent­spre­chend zu handeln.“

Übri­gens pla­ne ich gera­de ein Fach­ge­spräch spe­zi­ell für den Bahn­kno­ten Plochingen.

Hier ist die Gegen­über­stel­lung unse­rer Vor­schlä­ge und der kon­kre­ten Ant­wor­ten von DB und Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um zu fin­den: Brief an DB und BMVI Aus­wer­tung Mai 2021

[1] Bea­te Mül­ler-Gemme­ke aus Reut­lin­gen und Chris Kühn aus Tübingen

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