Klimakrise: Jetzt endlich handeln!

Die­ses Foto zeigt einen fast voll­stän­dig aus­ge­trock­ne­ten Bach an mei­nem Wohn­ort, den ich seit 40 Jah­ren sehr gut ken­ne. Er fiel immer wie­der mal im Som­mer tro­cken. Doch in die­sem Jahr fließt hier schon im April kaum mehr Was­ser. So tro­cken wie in die­sem April war es schon lan­ge nicht mehr. Meteo­ro­lo­gen sagen sogar vor­aus, dass in den nächs­ten Wochen kei­ne nen­nens­wer­te Regen­men­gen zu erwar­ten sind. Für die Natur, den Wald und die Land­wirt­schaft wäre dies eine Kata­stro­phe.

20.04.2020

Zeichen für drastische Klimaveränderung immer deutlicher

Mit der Coro­na­kri­se ste­hen zwei­fel­los wich­ti­ge und eili­ge The­men­stel­lun­gen zur Bewäl­ti­gung an. Es geht um den Schutz der Gesund­heit der Men­schen. Dies bedeu­tet jedoch nicht, dass die Kli­ma­kri­se an Dring­lich­keit ver­lo­ren oder sich gar erle­digt hät­te. Ganz im Gegen­teil! Auch hier besteht drin­gen­der Hand­lungs­be­darf, wie eini­ge Ent­wick­lun­gen deut­lich machen: Die glo­bal fünf wärms­ten Jah­re seit Beob­ach­tungs­be­ginn im Jahr 1880 tra­ten 2015 bis 2019 und damit in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit gehäuft direkt hin­ter­ein­an­der auf. Auch der gera­de hin­ter uns lie­gen­de März war auf­fäl­lig. Er ver­lief in Deutsch­land ins­ge­samt zu mild und bei weit über dem Durch­schnitt lie­gen­dem Son­nen­schein (viert­son­nigs­ter März seit Mess­be­ginn 1951) zu tro­cken. Im April setzt sich die­ses Phä­no­men fort. 30 Grad und mehr sind inzwi­schen kei­ne Sel­ten­heit mehr im April, stel­len Meteo­ro­lo­gen fest.

Was die einen als ange­nehm emp­fin­den, setzt ande­re gewal­tig unter Stress. Land­wir­te wis­sen nicht, ob ihre Saat auf­ge­hen wird. Die Gewäs­ser erwär­men sich immer stär­ker, was zu sin­ken­den Sauer­stoff­an­tei­len sorgt und die hei­mi­sche Flo­ra und Fau­na beein­träch­tigt. Das Was­ser im Boden­see hat sich in den obe­ren Schich­ten in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten im Schnitt um 1,2 Grad erwärmt.

Es wird immer unüber­seh­ba­rer: Die Poli­tik und wir alle müs­sen han­deln! Die Ener­gie­wen­de muss mit dem Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien (Ent­fall des Solar­de­ckels, schnel­le­re Umset­zung von Wind­park­pla­nun­gen, Repowe­ring von bestehen­den Wind­kraft­an­la­gen) und einem schnel­le­ren Koh­le­aus­stieg (eine nen­nens­wer­te Anzahl älte­rer Mei­ler muss noch vor 2030 vom Netz gehen) beschleu­nigt wer­den. Die Ver­kehrs­wen­de mit den Säu­len Ver­kehrs­ver­mei­dung, Ver­la­ge­rung auf Fahr­rad, Bus und Bahn sowie Aus­stieg aus der fos­si­len Ver­bren­nungs­tech­no­lo­gie muss end­lich ener­gisch ange­gan­gen wer­den.

Die Coro­na-Kri­se hat uns gezeigt, dass Poli­tik und Gesell­schaft in der Lage sind zu han­deln. Die glo­ba­le Bedro­hung durch die Kli­ma­kri­se ist deut­lich grö­ßer, da sie lang­fris­ti­ge Fol­gen hat und maß­geb­lich das Leben kom­men­der Genera­tio­nen auf der Erde nega­tiv beein­flus­sen kann. Hier muss mit ver­gleich­ba­rer Ent­schlos­sen­heit gehan­delt wer­den.

Quel­len:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/trends-der-lufttemperatur

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2020/20200330_deutschlandwetter_maerz2020_news.html

https://www.merkur.de/welt/wetter-deutschland-2020-april-prognose-fruehling-sahara-duerre-regen-zr-13658474.html

https://www.wetter.de/cms/wetterprognose-april-2020-das-koennen-wir-vom-launischen-wetter-im-april-erwarten-4505213.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klimawandel-das-passiert-wenn-der-bodensee-waermer-wird.c9c39759-0f7a-4601-b26b-0646fb79d0a2.html

 

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