Monitor 2017 „Mobil in der Stadt“

18.12.2017

ADAC befragt Zufriedenheit mit Auto, ÖV, Rad und zu Fuß

Wie zufrie­den sind die Men­schen in deut­schen Groß­städ­ten, wenn sie sich mit dem Auto, öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, mit dem Fahr­rad oder zu Fuß fort­be­we­gen? Eine Stu­die lie­fert Ant­wor­ten.

Über 9.000 Online-Inter­views mit Erwach­se­nen in den 15 größ­ten deut­schen Städ­ten erge­ben ein inter­es­san­tes Bild der (Un-)Zufriedenheit mit ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­teln in ihrer eige­nen Stadt, in der sie ent­we­der leben oder in die sie regel­mä­ßig pen­deln. Die Befra­gung des ADAC fand im Mai und Juni 2017 statt. Die Ergeb­nis­se wur­den nun vor­ge­stellt.

Mobil mit dem Auto

Die höchs­te Zufrie­den­heit gibt es mit der Aus­schil­de­rung (42 Pro­zent). Mit deut­li­chen Abstän­den folgt das Park­leit­sys­tem (28%) und das Ver­hal­ten der Fuß­gän­ger (26%). Das Park­rau­m­an­ge­bot, das Ver­hal­ten der Rad­fah­ren­den, das Bau­stel­len­ma­nage­ment (jeweils 36 bis 38% Unzu­frie­den­heit) und vor allem die Höhe der Park­ge­büh­ren (46% Unzu­frie­den­heit) wer­den nega­tiv gese­hen.

Auf­fäl­lig ist, dass 41 Pro­zent der Befrag­ten das Car­sha­ring-Ange­bot über­haupt nicht beur­tei­len konn­ten. Sie haben sich offen­bar noch gar nicht damit beschäf­tigt.

Auf einer Ska­la, die von +100 bis ‑100 reicht, lie­gen Leip­zig (10) sowie Dort­mund und Dres­den (je 7) vor­ne. Die Schluss­lich­ter bil­den Ham­burg und Köln (je ‑12), Ber­lin (-14) und Stutt­gart (-15).

Mobil mit Bus und Bahn

Posi­tiv bewer­tet wer­den die Hal­te­stel­len­dich­te (53%), die Lan­ge der Wege beim Umstei­gen (49%) sowie die Tak­tung und die Weg­wei­sung an den Hal­te­stel­len (jeweils 45%). Das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis und die Pkw-Park­plät­ze an Bahn­hö­fen wer­den mit­tel­mä­ßig bis nega­tiv ein­ge­schätzt.

Auf­fäl­lig ist, dass die Fra­ge der Bar­rie­re­frei­heit nur von 13 Pro­zent der Befrag­ten nicht bewer­tet wur­de. Dies lässt den erfreu­li­chen Rück­schluss zu, dass sich weit­aus mehr Men­schen damit schon bewusst beschäf­tigt haben, als zwin­gend auf Bar­rie­re­frei­heit ange­wie­sen sind.

Eine Ska­la von +100 bis ‑100 füh­ren Dres­den (sehr star­ke +48), Leip­zig (39) und Han­no­ver (38) an. Hin­ten, aber auch noch im Posi­tiv-Bereich, fin­den sich Essen (17), Köln (16) und Duis­burg (8) wie­der.

Mobil mit dem Rad

Rela­tiv posi­tiv wer­den die Zuver­läs­sig­keit, mit der das Ziel in der geplan­ten Zeit erreicht wird und die Direkt­heit der Wege bewer­tet. Dem ste­hen skep­ti­sche Bli­cke auf das Ver­hal­ten ande­rer Rad- und der Auto­fah­ren­den gegen­über (rund die Hälf­te mit­tel­mä­ßig zufrie­den und 24 bzw. 26% unzu­frie­den). Der Rad­we­ge­zu­stand wird zu 28% posi­tiv, 49% mäßig und zu 20% schlecht ein­ge­stuft. Die Ver­füg­bar­keit von Lei­fahr­rä­dern kann von einem star­ken Vier­tel gar nicht ein­ge­schätzt wer­den.

Die Ska­la, die von +100 bis ‑100 reicht, füh­ren Leip­zig (29) und Han­no­ver (28) an. Abge­schla­gen, aber im Posi­tiv-Bereich, sind Ham­burg (8), Köln (6), Ber­lin und Duis­burg (je 4) zu fin­den. Stutt­gart mit sei­ner schwie­ri­gen Topo­gra­fie und noch kur­zen Geschich­te der akti­ven Rad­ver­kehrs­för­de­rung liegt mit einem Wert von 15 auf einem mitt­le­ren Platz.

Mobil zu Fuß

Über­zeugt sind die Befrag­ten von der Direkt­heit der Wege. Deut­lich im grü­nen Bereich lie­gen auch die Aspek­te „siche­re Über­que­rungs­mög­lich­kei­ten“ und „Geh­weg­brei­te“. Bemän­gelt wer­den häu­fig unzu­rei­chen­de Sitz­mög­lich­kei­ten ent­lang der Wege (26% unzu­frie­den) und das Ver­hal­ten der Rad­fah­ren­den (35% unzu­frie­den).

Die Ska­la, die von +100 bis ‑100 reicht, zeigt aus­schließ­lich deut­lich erfreu­li­che Wer­te: Dres­den, Mün­chen und Leip­zig lie­gen bei über 40. Stutt­gart erreicht 30, Duis­burg 27 und Köln 24 Punk­te.

Ins­ge­samt, unter Berück­sich­ti­gung aller vier Mobi­li­täts­for­men, ist die Zufrie­den­heit der Befrag­ten in Dres­den und Leip­zig am höchs­ten. Auf der Ska­la von +100 bis ‑100 errei­chen die bei­den Städ­te je 30 Punk­te. Am Ende der Ska­la lie­gen Stutt­gart (13), Ber­lin (11), Duis­burg (9) und Köln (8).

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