Unsere Automobilität frisst zu viele Rohstoffe

04.06.2019

Mobilität der Zukunft muss Ressourcen schonen!

Für den Kli­ma­schutz ver­schärft die EU die CO2-Grenz­wer­te und immer mehr Län­der, von denen unse­re export­ori­en­tier­te Auto­in­dus­trie abhän­gig ist, wei­sen den Weg zum Aus­stieg aus dem Ver­bren­nungs­mo­tor. Daher bau­en auch unse­re Auto­her­stel­ler zuneh­mend E‑Autos. In die­sem Zusam­men­hang wird häu­fig die Roh­stoff­fra­ge gestellt. Doch ist es rich­tig, die­se Fra­ge auf das E‑Auto zu beschrän­ken? In Deutsch­land sind 47 Mil­lio­nen Pkw zuge­las­sen. Die Autos wer­den mehr, grö­ßer und schwe­rer. Sie ste­hen 23 Stun­den am Tag. Am meis­ten ver­baut wird Stahl. Mit der Erz­för­de­rung geht die Zer­stö­rung von Regen­wäl­dern und mit der Ver­ar­bei­tung ein hoher Ener­gie­ver­brauch sowie Luft- und Was­ser­ver­schmut­zung ein­her. Bei elek­tri­schen Autos kom­men Lithi­um-Ionen-Akkus hin­zu. Für den Lithi­um-Abbau wird viel Was­ser ver­braucht und Böden ver­sal­zen. Im Zusam­men­hang mit fos­sil betrie­be­nen Ver­brenn­erfahr­zeu­gen darf nicht ver­ges­sen wer­den, dass bei der Ölför­de­rung häu­fig Böden und Mee­re ver­un­rei­nigt wer­den. Daher: Wir müs­sen den auto­mo­bi­len Teil unse­rer Mobi­li­tät mit deut­lich weni­ger und klei­ne­ren Autos orga­ni­sie­ren. Mit gemein­schaft­li­cher Nut­zung ist dies mög­lich. Stu­di­en bestä­ti­gen, dass bat­te­rie­elek­tri­sche Autos öko­lo­gisch bes­ser abschnei­den. Dies hängt auch mit deren hoher Ener­gie­ef­fi­zi­enz zusam­men. Die Umwelt­bi­lanz lässt sich ver­bes­sern, wenn beson­ders pro­ble­ma­ti­sche Roh­stof­fe in den Akkus wei­ter redu­ziert und die Roh­stof­fe recy­celt wer­den. Da Mobi­li­tät in länd­lich gepräg­ten Regio­nen stark vom Auto abhängt, wird es kei­ne Lösung ohne den Wech­sel zum mög­lichst klei­nen bat­te­rie­elek­tri­schen Auto geben. Der ande­re Teil der Lösung ist der mas­si­ve Aus­bau der Bus- und Bahn­an­ge­bo­te sowie der Rad­we­ge. Der Schutz des Kli­mas und der end­li­chen Res­sour­cen für die kom­men­den Genera­tio­nen soll­te uns das wert sein.

Die­ser Text erschien als mein Gast­bei­trag in einer Lokal­aus­ga­be der Süd­west­pres­se

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