Kurz & Knapp – Ausgabe 4

28.05.2020

Infos aus der Verkehrspolitik

Die vier­te Aus­ga­be von „Kurz & Knapp“! Mit die­sem noch neu­en, unre­gel­mä­ßig erschei­nen­den Medi­um infor­mie­re ich meist unkom­men­tiert über Neu­ig­kei­ten aus der Ver­kehrs­po­li­tik. Die­ses For­mat kann als Hin­ter­grund­in­fo oder Anre­gung für wei­ter­ge­hen­de Bericht­erstat­tun­gen genutzt wer­den.

Kabo­ta­ge-Ver­stö­ße

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den über 90.000 Last­wa­gen gebiets­frem­der Unter­neh­men kon­trol­liert. Dabei wur­den bei 3% Ver­stö­ße gegen die Kabo­ta­ge­re­geln fest­ge­stellt und Buß­gel­der in Höhe von ins­ge­samt 2 Mil­lio­nen Euro ver­hängt.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Mündl. Fra­ge Kon­trol­len Kabo­ta­ge 2019

Stan­dar­di­sier­te Bewer­tung

Mit die­ser Berech­nungs­me­tho­dik wird der Nut­zen-Kos­ten-Fak­tor von S‑Bahn, Stadt- und Stra­ßen­bahn­pro­jek­ten errech­net. Davon hängt die För­der­fä­hig­keit nach dem Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (GVFG) ab. Auf Anfra­ge muss­te die Bun­des­re­gie­rung ein­räu­men, dass die neue „Stan­di“ noch immer nicht vor­liegt, son­dern erst „in Kür­ze“ über­ar­bei­tet wer­den sol­le. Pla­nungs- und Bau­vor­ha­ben wür­den aber, so die Bun­des­re­gie­rung, nicht ver­zö­gert wer­den.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Mündl. Fra­ge neue Stan­di April 2020

Umfang des Betriebs von DB Fern­ver­kehr

In der Coro­an­kri­se sind die Fahr­gast­zah­len bei DB Regio weit­aus stär­ker ein­ge­bro­chen als die Anzahl an Fahr­ten redu­ziert wur­de. Die DB fährt damit ein deut­li­ches Defi­zit ein. Daher hat­te ich die Bun­des­re­gie­rung gefragt, ob es Abspra­chen zwi­schen ihr und der DB in Form einer „Leis­tungs­auf­er­le­gung“ und einer Über­nah­me der Defi­zi­te gibt. Die Bun­des­re­gie­rung ver­wies aber ledig­lich auf einen lau­fen­den „engen Aus­tausch“ mit der DB und dass der „Bund sei­ner Rol­le als Eigen­tü­mer des Unter­neh­mens“ nach­kom­men wer­de.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Schriftl. Fra­ge wirtsch. Hil­fe für Betrieb wäh­rend Coro­na­kri­se

Ret­tungs­pa­ket für Deut­sche Bahn

Bund und DB haben sich im „Bünd­nis für unse­re Bahn“ dar­auf ver­stän­digt, dass das bun­des­ei­ge­ne Unter­neh­men im Umfang von vier bis fünf Mil­li­ar­den Euro an einer „Gegen­steue­rung“ (Ein­spa­rung) betei­li­gen muss. Davon sol­len rund zwei Mil­li­ar­den Euro auf den Bereich „Sach- und Per­so­nal­auf­wand“ ent­fal­len. Auf mei­ne Nach­fra­ge erklärt die Bun­des­re­gie­rung, „eine kon­kre­te Aus­ge­stal­tung wird nach Aus­kunft der DB AG in den nächs­ten Wochen ent­wi­ckelt“. Inves­ti­tio­nen und die Rekru­tie­rung von ope­ra­ti­vem Per­so­nal soll­ten „weit­ge­hend unbe­rührt“ blei­ben.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Mündl. Fra­ge Eigen­be­trag DB-Ret­tungs­pa­ket

Deut­sche Bahn pro­fi­tiert kaum von Gewin­nen von Schen­ker und Arri­va

DB Schen­ker führ­te in 2019 Gewin­ne in Höhe von 120 Mil­lio­nen und Arri­va in Höhe von 54 Mil­lio­nen Euro ab. Im Jah­res­durch­schnitt seit 2014 lag die Gewinn­ab­füh­rung von Schen­ker bei 76 und von Arri­va bei 17 Mil­lio­nen Euro.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Schriftl. Fra­ge Gewinn­aus­schüt­tun­gen Schen­ker und Arri­va in 2019

Abgeflossene/gebundene Mit­tel für den Bau von Stutt­gart 21

Nach­dem die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Anfra­ge von mir von Anfang März miss­ver­ständ­lich aus­ge­fal­len war, hat­te ich nach­ge­hakt. Nun ist klar: 3,599 Mil­li­ar­den Euro waren bis zum zuletzt abge­rech­ne­ten Zeit­raum, dem zwei­ten Quar­tal 2019, tat­säch­lich bereits abge­flos­sen und wei­te­re 0,952 Mil­li­ar­den Euro waren ver­trag­lich gebun­den. Dar­aus ergibt sich die Sum­me von 4,551 Mil­li­ar­den Euro.

Eine neu­er­li­che Nach­fra­ge ergab, dass zum Jah­res­en­de 2019 Mit­tel in Höhe von 5,334 Mil­li­ar­den Euro ver­trag­lich gebun­den waren, von denen 4,04 Mil­li­ar­den Euro abge­flos­sen sei­en. Der Gesamt­wert­um­fang von 8,2 Mil­li­ar­den Euro wer­de ein­ge­hal­ten.

Die Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­gen ist hier zu fin­den: Mündl. Fra­ge ver­aus­gab­te und gebun­de­ne Mit­tel S 21 März 2020 ergän­zen­de Ant­wort und Mündl. Fra­ge Mit­tel­ab­fluss bis Ende 2019

Gleis 10 am Haupt­bahn­hof Stutt­gart wei­ter ein­ge­schränkt

Nach meh­re­ren Zug­ent­glei­sun­gen wur­de Gleis 10 des Stutt­gar­ter Haupt­bahn­hofs zunächst kom­plett gesperrt und seit Jah­ren darf das Gleis nur von gezo­ge­nen Zügen sowie von Trieb­zü­gen ohne Sei­ten­puf­fer genutzt wer­den. Auf mei­ne Fra­ge, war­um das Gleis trotz Bemü­hun­gen der DB nicht wie­der frei­ge­ge­ben wur­de, ant­wor­te­te die Bun­des­re­gie­rung, es sei­en noch „wei­te­re Anstren­gun­gen und Simu­la­ti­ons­be­trach­tun­gen“ erforderlich.Damit gab die Bun­des­re­gie­rung jedoch ihren Kennt­nis­stand von Juni 2019 wie­der, wes­halb ich Ein­spruch ein­leg­te und einen aktu­el­len Sach­stand ein­for­der­te, der mir noch nicht zuging.

Die Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf mei­ne Fra­ge ist hier zu fin­den: Schriftl. Fra­ge Gleis 10 Mai 2020

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